unwichtige Gedanken – und Erfahrungen mit Schlauchmagen und Magenbypass

Im Regen sich regen bringt Segen

oder so ähnlich. Jedenfalls hats heute geregnet und ich fragte mich, was ich da am besten mache. Schließlickh kam ich auf die abwegige Idee, mir einen Leihwagen zu nehmen und damit durch die Gegend zu fahren. Damit ich auch ein Ziel hatte, habe ich mein GPS-Gerät mitgenommen und zwei Caches einprogrammiert.

Der erste Schreck kam bald nach dem Losfahren: Die Tankanzeige zeigte leer. War das ein Fehler oder war der Tank wirklich leer. Ich steuerte eine Tankstelle an und tankte nach. Uns siehe da: die Tankanzeige war ok. Naja, schön wärs gewesen, sowas vorher zu erfahren.

Zunächst musste ich aus Hammamet rausfinden. Das stellte sich als garnicht so einfach heraus. Plötzlich war ich auf der Autobahn nach Tunis. Na gut, dann eben so. Bis zur nächsten Ausfahrt war aus mir unbekannten Gründen mautfrei, also wars sogar ganz gut. Los gings, den ersten Cache suchen. Der musste irgendwo zwischen Grombalia und Nabeul sein. Ich konnte sogar den Berg einkreisen, aber das ganze sah nicht danach aus, dass man da gut hinkäme, zumal die Terrainwertung über meinem Geschmack lag. Also weiter.

Nabeul hab ich dann lieber etwas umfahren, denn der Verkehr dort war beide male, dass ich dort war, recht dicht. Stattdessen gings über Nebenstraßen nach Menzel Bouzelfa, denn die Straße von dort nach Menzel Termime sah reizvoll aus. Das war sie auch durchaus, und so fuhr ich am Fuße des Er Rahmane zwischen den hügeligen Feldern hindurch.

In Menzel Termime bekam ich dann, was ich in Nabeul vermeiden wollte: Verkehrschaos pur. Aber irgendwie überlebte ich auch das. Am Ortsausgang sammelte ich einen Anhalter nach Kélibia auf – da wollte ich ja sowieso hin. Der Anhalter überfiel mich auch nicht, sondern war ein sehr netter, älterer Herr, mit dem ich mich allerdings wenig verständlich machen konnte, da er kein Englisch  sprach und mein Französisch für eine Unterhaltung bei weitem nicht ausreicht.

In Kélibia holte ich nun nach, was bei der Bustour ausgelassen wurde: die Festung oberhalb der Stadt. Die ist sehr sehenswert, vorallem hat man aber einen traumhaften Blick. Danach war Mittagessen angesagt. Natürlich ein Chabati.

Hinter Kélibia, noch vor Kerkouane, sollte ein weiterer Cache liegen. Und dieser wehrte sich nicht! in einer hübschen kleinen Ruine, direkt am Strand, war er recht schnell gefunden.

Da ich Kerkouane und El Haouaria schon von der Busreise her kannte, ging es nun nach Korbous, zu den heißen Quellen. Inzwischen wurde es aber schon spät, und so begnügte ich mich mit einem Blick ohne Bad.

In Menzel Bouzelfa, das ich nun erneut erreichte, nutzte ich die Gelegenheit, mich zu verfransen. Aber schließlich fand ich doch die Straße über Beni Khalled und Grombalia nach Hammamet. Vor Grombalia nahm ich noch mal nen Anhalter mit, hinter der Stadt durfte ich dann mal eine Polizeikontrolle genießen. Der Polizist wollte mir zunächst nicht glauben, dass die Person auf dem Foto im Führerschein ich sei, aber er ließ sich dann doch überzeugen.

Natürlich verfuhr ich mich direkt vorm Ziel, in  Bir Bou Rekba nochmal, aber letztlich erreichte ich pünktlich zum Abendessen wieder das Hotel.

Alles in Allem ein sehr gelungener Ausflug.

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