unwichtige Gedanken – und Erfahrungen mit Schlauchmagen und Magenbypass

Der Rest vom Fest

Ich bin euch noch ein paar Infos über den Rest meines Urlaubs schuldig. Das will ich dann mal nachholen.

Am Montag war der letzte Ausflug, der mich über Thuburbo Maius nach Dougga und zurück über Zaghouan führte.

Thuburbo Maius ist eine Römerstadt, die passabel erhalten ist. Beeindruckend sind hier vorallem die Thermen. Deutlich besser erhalten ist Dougga. Hier sollen bis 1950 noch Leute gewohnt haben. Die Stadt hatte wohl das Glück, weit ab von neueren Städten zu liegen und dadurch nicht allzusehr als Steinbruch missbraucht zu werden.

Auf dem Rückweg kamen wir noch zum Wassertempel in Zaghouan. Hier entspringen am Fuße eines beachtlich hohen Berges (1300m) mehrere Quellen, die in den Aquädukt nach Karthago eingespeist wurden. Heute ist die Wasserleitung auf den römischen Fundamenten immernoch in Benutzung und versorgt Tunis.

 

Dann war der Rückflug angesagt. Bis Nürnberg verlief dieser ohne besondere Vorkommnisse. Dort aber gab es ein lustiges Schauspiel: wir mussten einmal an den aufgereihten Koffern vorbeigehen und sagen, ob einer davon uns gehört. Dann erst durften wir in den Flieger. Dann kamen nacheinander die Reisenden aus anderen Urlaubszielen an die Reihe. Währenddessen unterhielt ich mich köstlich mit den beiden männlichen Flugbegleitern, die am hinteren Ende des Fliegers eingesetzt waren.

Naja, und jetzt bin ich wieder in Deutschland. Als Fazit kann ich nur sagen, dass mich wohl die Tunesier selbst am meisten beeindruckt haben. So viele angenehme, gebildete junge Leute auf einem Fleck habe ich noch selten erlebt. Wenn jetzt die Demokratisierung gelingt – und angesichts des Bildungsniveaus mache ich mir da keine so großen Sorgen – und anschließend die Wirtschaft in Gang kommt, kann Tunesien ein Paradies auf Erden werden.

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