unwichtige Gedanken – und Erfahrungen mit Schlauchmagen und Magenbypass

Fantasy Film Fest 2013

Vor ein paar Tagen war ich wieder in Nürnberg beim Fantasy Film Fest. Da schulde ich euch natürlich noch die Berichte von den dort gesehenen Filmen

Donnerstag:

The Congress

Sehr überladen und unnötig kompliziert aufgebaut. Die Idee ist gut, aber der Film reißt zu viel an und verliert sich. 7 von 15 Punkten.

Big Ass Spider

Das genaue Gegenteil. Ein B-Movie at it’s best. Ein Film, der sich nicht eine Sekunde ernst nimmt und einfach gute Laune macht. 14 von 15 Punkten.

Freitag:

The Dessert

Nichts großartiges, aber auch nicht schlecht. Kommt sich bedeutungsvoller vor als er ist. 9 von 15.

Welcome to the Jungle

Allein schon die Tatsache, dass van Damme hier einen wunderbar selbstironischen Auftritt hinlegt, macht den Film sehenswert. Aber auch sonst gewinnt er dem Genre „Survival Porn“ durchaus (für mich) neues ab. 11 von 15.

Haunter

Ein Horrorfilm aus der Sicht eines Geistes. Könnte man noch mehr draus machen, ist aber allemal gut. 10 von 15.

Siberian Education

Was mich an diesem Film enorm gestört hat ist, dass die Schauspieler Englisch mit russischem Akzent sprechen. Was soll das? Entweder stelle ich Russisch durch Russisch dar und bringe Untertitel. Oder ich stelle Russisch durch eine andere Sprache dar, die aber eben akzentfrei gesprochen wird. Ansonsten ist der Film gut, aber dieser Punkt schadet ihm echt. 9 von 15.

The Body

Eines der absoluten Highlights. Ein klassischer Krimi, der alle mysteriösen Elemente sauber auflöst. Natürlich wie die meisten herausragenden Beiträge des Festivals aus Spanien. 15 von 15. Ich wüsste echt nicht, wie es besser geht.

Samstag:

Cold Blooded

Hatte auf jeden Fall mit „I disarmed her“ den besten Spruch. Auch sonst spannend und sehenswert. 11 von 15.

Fresh Meat

Eine nette Komödie mit leichten Horrorelementen. Kann man sich auf jeden Fall ohne Reue ansehen. 10 von 15.

The Lords of Salem

Schöne Bilder allein reichen nicht. Hier wäre mehr drin gewesen. Schade, denn die Handlung hätte viel hergegeben, wenn man sie denn ausgearbeitet hätte. 8 von 15.

Dirty Weekend

Nette Dreiecksgeschichte. Nichts besonderes, aber eben auch nicht schlecht. 9 von 15.

Saving General Yang

Ein Historien-Fantasy-Epos aus China. Ich mag solche Filme und dieser ist durchaus sehenswert, aber nicht herausragend. 10 von 15.

Scenic Route

Sehr intensives Spiel, großartiges Ende. Sollte man sich ansehen, wenn man mit Filmen klarkommt, die wenig Handlung dafür viel Charakterdarstellung haben. 13 von 15.

Sonntag:

The Battery

Bis auf die letzten 15 Minuten ist dieser Film echt klasse. Dann sinkt die Spannungskurve enorm ab und man fragt sich, warum man diesen schönen Film so verunstaltet hat. Für die ersten 3/4 des Films gibts 12, für das Ende 3 von 15 Punkten.

Northwest

Milieustudie aus Kopenhagen. Irgendwie tue ich mich schwer damit, solche Verbrecherfilme in beschaulichen Gegenden zu akzeptieren. Wenn man das aber mal so hinnimmt, bleibt ein brauchbarer Film übrig. 9 von 15.

Robin Hood

Zur Abwechslung gabs auch mal einen deutschen Film. Robin Hood übertragen in die nahe Zukunft. Spannend, gut gespielt, mit leidlich überzeugenden Annahmen und nur ein bisschen zu weltverbesserisch-träumerisch-verschwörungstheorethisch. 11 von 15.

APP

Aus den Niederlanden ein weiteres Highlight. Besonders hieran ist auch die technische Umsetzung mit dem Smartphone als zweitem Bildschirm. Spannend und überzeugend. 13 von 15.

Byzantium

Hatte ich schon in Polen gesehen und habe ihn gern nochmal angeschaut, denn der Film ist herausragend gut. 14 von 15.

Makkhi

Dank der Festivalleitung lief dieser Film, der eigentlich nur parallel zu Byzantium laufen sollte, im Anschluss gleich nochmal, parallel zu Hatchet III, den eh niemand sehen wollte. So gab es zwei Highlights direkt nacheinander. Ein indischer Film über einen Mann, der als Fliege wiedergeboren Rache an seinem Mörder nimmt und sich dafür mit seiner Geliebten zusammentut. Großartig. 14 von 15.

Montag:

Get Shorty – Kurzfilme

Wie üblich bunt gemischt. Das meiste war gut, manches nicht. Death of a Shadow: klasse Idee, schön umgesetzt. 13/15.

Tumult: klassische Larperidee. 12/15.

Malaria: sehr interessante Darstellungsweise. 12/15.

Fear of Flying. Niedlich. 11/15.

The Man who could not dream. Interessant. 11/15.

Bad Penny: öde. 3/15.

Perfect Drug: wtf – und nicht positiv. 4/15.

Fool’s Day: krass, vorallem von den Kinderdarstellern super gespielt. 15/15.

House of last Things

Fängt schwach an, steigert sich dann aber enorm und hat mich dann doch zunehmende gefesselt. 11/15.

I declare War

Auch hier wieder sehr gute Kinderdarsteller und durchaus spannend. 12/15

Europa Report.

Found Footage kann funktionieren. Wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass der Film anders erzählt besser wäre. 11/15.

Revenge for Jolly!

Klassischer Gangster-flippt-aus-Film. Kann man machen. 10/15.

Dienstag:

Devil’s Pass

Nochmal Found Footage. Und wieder funktioniert es ganz passabel. Auch hier wieder: anders erzählt wäre besser gewesen. Noch dazu wenn man die unnötigen Anspielungen auf das Philadelphia-Experiment und so weggelassen hätte. Hier wäre weniger mehr gewesen. 10/15.

Animals

Wiedermal ein guter Film aus Spanien. Eine Coming-of-Age-Geschichte, die nicht gerade gut ausgeht. 13/15.

The Numbers Station

Eigentlich ein recht klassischer Agenten-Aktion-Film. Nichts besonderes, aber solide. 10/15.

Cheep Thrills

Eine Farce, die sich am Reality-TV orientiert und dieses auf die Spitze treibt. Wunderbar. 13/15.

The Last Days

Ein weiteres Highlight aus Spanien mit einer enorm spannenden, gut gespielten Endzeitvision. 15/15.

Odd Thomas

Durchgeknallt im positiven Sinne. 13/15.

Mittwoch:

The Philosophers

Ich habe den Anfang verpasst, weil wir uns verspätet hatten. Daher vermute ich, dass das Ende, das nicht recht passen wollte, mit dem Anfang eine Rahmenhandlung bildet. Ansonsten durchaus interessant und hat uns zu Diskussionen angeregt. 12/15.

Vanishing Waves

Das Lowlight des Festivals – jedenfalls von den Filmen, die ich gesehen habe. Sollte wohl was bedeuten. Tat es aber nicht. 5/10.

UwantMe2KillHim?

Die meiste Zeit des Films denkt man sich: oh nein, die Aluhutfraktion hat die Filmemacher erreicht. Dann wendet sich da Blatt und man stellt fest: wow, ja. So passt es. 13/15.

Pawn Shop Cronicles

Ein paar lustige Episoden, nichts besonderes, aber durchaus nett. 10/15.

Donnerstag:

Aftershock

Touris in der Gewalt von Verbrechern nach einem Erdbeben. Kann man sehen, muss man aber nicht. 9/15.

100 Bloody Acres

Schöne Kommödie mit teilweise sehr guter Charakterdarstellung. Gefällt. 12/15.

Drug War

Interessant, hart, aber nicht unangemessen. Gut gespielt noch dazu. 12/15.

Blancanieves

Wiedermal Spanien. Wiedermal Highlight. Der Sieger des Fresh-Blood-Awards – und das durchaus zurecht. Schneewittchen als Stummfilm in Schwarzweiß im Stierkampfmilieu des Spaniens der 1920er. Hat was. 14/15.

You’re Next

Homeinvasion in einem Landhaus, in dem eine Familienfeier stattfindet. Mehrfach Szenenapplaus für Miss Survival 2013. 14 von 15 Punkten. Kommt demnächst in Deutschland regulär ins Kino und ich werde ihn mir sehr gern nochmal anschauen.

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